19. Dezember 2018 geschmacksRaum

WordPress: 500 Internal Server Error - oder das „Es tut weh!“ beim Doktor

19. Dezember 2018

Aus aktuellem Anlass beschäftigen wir uns heute mit dem 500 Internal Server Error, welcher zu den häufigsten und gefürchtetsten Fehlermeldungen innerhalb einer WordPress-Installation zählt. Aber warum ist das so? Nun, dieser Fehler gibt in der Regel keine Auskunft darüber, welche Dateien bzw. Zeilen genau betroffen sind, sondern teilt lediglich Folgendes mit:

Die Suche nach dem Fehler gestaltet sich daher oft wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Hinzu kommt, dass der Internal Server Error auch gerne mal nach automatischen WordPress-(Sicherheits-) Updates auftritt, sprich ohne selbst Änderungen an Dateien oder am Code vorgenommen zu haben. Das hebt die Fehlersuche dann nochmal auf das nächste Level, nicht wahr? Deshalb möchten wir Ihnen an dieser Stelle eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an die Hand geben, um das o.g. Problem zu beheben. Führen Sie am besten alle in diesem Beitrag beschriebenen Schritte aus, bevor Sie Ihren Hosting-Anbieter kontaktieren. Sollte bei Ihnen keine der genannten Methoden zum Erfolg führen, haben Sie schon ein paar Informationen für Ihren Anbieter gesammelt, was diesen den Fehler wiederum schneller identifizieren lässt. Denken Sie aber bitte daran, ein Datenbank-Backup sowie eine Sicherung aller Dateien, die auf Ihrem Server liegen, zu erstellen bevor Sie Änderungen an Ihrer WordPress-Installation vornehmen.

Womit haben wir es nun genau zu tun? Ein Internal Server Error ist ein allgemeiner Fehler, der entsteht, wenn während dem Anfordern einer Website ein Problem auftritt. Wenn Sie eine Website öffnen, läuft der Vorgang normalerweise wie folgt ab:

  1. Sie geben die Seiten-URL in Ihren Browser ein und drücken die Eingabetaste.
  2. Ihr Browser sendet eine Anfrage für die Website an den Server, der sie hostet.
  3. Der Web-Server, auf dem die Website gehostet wird, sucht die Website.
  4. Der Web-Server überträgt die HTML-Datei für die Website an den Browser.
  5. Der Browser zeigt die gewünschte Website an.

Ein Internal Server Error tritt auf, wenn in Schritt 3 etwas schiefgeht. Dies kann aus verschiedenen Gründen geschehen:

Beschädigte .htaccess-Datei

Beschädigte .htaccess-Dateien sind häufig für den Internal Server Error verantwortlich. Um herauszufinden, ob dies bei Ihnen der Fall ist, gehen Sie bitte wie folgt vor:

Die .htaccess-Datei befindet sich im Stammverzeichnis Ihrer WordPress-Installation, also da, wo auch die Ordner wp-admin, wp-content und wp-includes liegen. Loggen Sie sich via FTP ein und lokalisieren Sie die .htaccess-Datei. Benennen Sie diese nun um (z.B. .htaccess_ALT).

Erstellen Sie mit Hilfe eines Texteditors eine neue Datei und kopieren folgenden Inhalt in diese:
.
# BEGIN WordPress
<IfModule mod_rewrite.c>
RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index\.php$ - [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]
</IfModule>
# END WordPress

.
Die Datei benennen Sie bitte mit htaccess (ohne Punkt).

Springen Sie nun bitte wieder zu Ihrem FTP-Client zurück und benennen die soeben erstellte Datei htaccess in .htaccess (mit Punkt) um. Laden Sie die Datei nun in das Stammverzeichnis Ihrer WordPress-Installation.

Wenn der Internal Server Error auf eine beschädigte .htaccess-Datei zurückzuführen ist, sollte das Ersetzen das Problem lösen. Wenn dies nicht der Fall ist, fahren Sie bitte mit der Fehlerbehebung fort.

PHP Memory Limit

Das Erreichen oder Überschreiten des PHP-Speicherlimits kann ebenfalls zu einem Internal Server Error führen. Tritt der Fehler ausschließlich im WordPress Admin-Bereich auf, während der Rest der Website ausgeführt wird, suchen Sie die Datei php.ini im Ordner wp-admin innerhalb Ihrer WordPress-Installation. Sollte es keine geben, erstellen Sie bitte eine leere Textdatei und nennen Sie sie php.ini. Fügen Sie folgende Zeile in die Datei ein:

memory=xMB

Sollte sich bereits eine php.ini-Datei in Ihrem Ordner befinden, wird x aus einer Reihe von Zahlen bestehen: 32, 64, 128, 256, 512. Verdoppeln Sie diese Zahl bitte. Beispiel: In Ihrer php.ini-Datei steht memory=64MB. Ändern Sie „64“ in „128“. Wenn Sie eine eigene php.ini-Datei erstellt haben, geben Sie x den Wert 128 oder 256. Speichern Sie die Datei nun bitte und sorgen Sie dafür, dass die soeben erstellte Datei an dem richtigen Ort innerhalb Ihrer WordPress-Installation Ihren Platz findet (Ordner: wp-admin, wie oben beschrieben).

Sollte sich der Internal Server Error nicht ausschließlich auf den Word-Press Admin-Bereich beziehen, gehen Sie wie folgt vor: Suchen Sie nach der Datei wp-config.php im Stammverzeichnis Ihrer Installation. Fügen Sie die folgende Zeile nach dem ersten öffnenden php ein:

define('WP_MEMORY_LIMIT', '64M')

Wenn der Vorgang den Internal Server Error beseitigt, betrachten Sie diese Lösung bitte nur als vorübergehend, denn irgendetwas innerhalb Ihrer Installation belastet den Speicher. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie erneut die Speicherobergrenze erreichen ist relativ hoch. Sie sollten sich nun auf eine weiterführende Fehlersuche begeben und das tatsächliche Problem lokalisieren und entsprechend auch lösen.

Beschädigte Core-Dateien

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum einzelne Dateien beschädigt werden können. Um zu prüfen, ob dies bei Ihnen der Fall ist, gehen Sie wie folgt vor: Laden Sie eine neue Version von WordPress herunter und entpacken Sie die Datei. Loggen Sie sich via FTP in Ihre WordPress-Installation ein und kopieren bzw. überschreiben Sie die Ordner wp-admin und wp-includes mit den Ordnern und Dateien aus dem Download. Achten Sie bitte darauf, dass wirklich alle Dateien aus den beiden Ordnern sowie die Ordner selbst kopiert werden. Anstatt eine „frische“ WordPress-Version zu verwenden, können Sie natürlich auch die Dateien aus einem Ihrer kürzlich zurückliegenden Backups verwenden.

Änderungen in den Ordnern wp-admin und wp-includes wirken sich nicht auf das Design oder Ihre Inhalte aus, es sei denn Sie haben Dateien innerhalb dieser Ordner modifiziert, was Sie im Normalfall aber nicht tun sollten. Ihre Plugins, Designs etc. befinden Sie im Ordner wp-content. Laden Sie diesen auf keinen Fall erneut hoch, denn sonst „löschen“ Sie die Inhalte Ihrer Website.

Sollte der Internal Server Error nun immer noch auftreten, im Folgenden noch ein paar Ideen:

  • Sind die Ordner-Berechtigungen (CHMOD) richtig gesetzt?
  • PHP Boost beim Hosting-Anbieter deaktivieren (sofern vorhanden).
  • Wird eine PHP-Version mittels .htaccess-Datei erzwungen, die zu Fehlern führen kann?
  • Logfiles beim Hosting-Anbieter prüfen.

Die Suche nach der Ursache für den Internal Server Error kann eine der frustrierendsten Erfahrungen sein, die Sie machen werden. Da der Fehler sehr allgemein ist, haben wir an dieser Stelle lediglich die wahrscheinlichsten Probleme aufgeführt. Wenn Sie alles ausprobiert haben und der Fehler immer noch auftritt, ist es an der Zeit sich Hilfe zu suchen.

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