26. März 2019 geschmacksRaum

Die Porträtfotografie - 9 Tipps für Einsteiger

26. März 2019

Für viele ist die Porträtfotografie neben der Lebensmittel-Fotografie eine der Königsdisziplinen der digitalen Fotografie. Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie auch ohne professionelles Studio-Equipment ansprechende Porträtaufnahmen erstellen. Wenn es nicht gleich klappt, denken Sie an das bekannte Sprichwort „Übung macht den Meister.“ Es gibt kaum einen Bereich in der Fotografie, auf den die Aussage mehr zutrifft, denn gerade in diesem Segment liegt es in der Ausdauer und Kunst des Fotografen, sich auf ständig neue Gegebenheiten einzustellen. Eine Herausforderung, aber zugleich eine großartige Möglichkeit, um für Erinnerungen zu sorgen …

1. Natürliche Umgebung nutzen

Nicht jede Person fühlt sich in einem hell erleuchteten Studio wohl. Eine leichte Anspannung oder Verunsicherung des Models fällt dem Hobby-Fotografen häufig gar nicht auf, wird jedoch im Foto sichtbar. Fotografieren Sie Personen zu Beginn am besten in ihrer natürlichen Umgebung; z.B. in der Hängematte im eigenen Garten, in der Küche beim Kochen oder Backen, im Arbeitsgewand in der Garage usw. Oftmals entstehen so die ausdrucksstärksten Aufnahmen.

2. Natürliche Lichtverhältnisse und Schattenspiel nutzen

Achten Sie bei der Aufnahme von Porträts darauf, natürliches Licht zu verwenden. Elektrisches Licht in Innenräumen ist wenig hautschmeichelnd und wirkt im Ergebnis zudem künstlich. Positionieren Sie Ihr Model neben dem Fenster und lassen Sie dieses nicht frontal, sondern etwas seitlich in die Lichtquelle blicken. Ist Ihr Blick schon etwas geübter, experimentieren Sie mit unterschiedlichen Schattenwürfen auf der Gesichtshaut. Hierzu können Sie z.B. Formen vor die Lichtquelle halten.

3. Direkte Sonneneinstrahlung meiden

Um eine harte Schattenbildung im Gesicht der Personen zu vermeiden, die Sie fotografieren möchten, nehmen Sie diese am besten nicht zur Mittagszeit mit Blick in Richtung Sonne auf. Ein Zusammenkneifen der Augen kann fast nicht vermieden werden. Zudem fühlt man sich in dieser Position meistens unwohl, was wiederum im Bild erkennbar wird. Nehmen Sie Gesichter besser im Schatten auf und achten Sie darauf, dass die Aufnahme dadurch nicht zu dunkel wird. Arbeiten Sie unter diesen Bedingungen am besten mit einem Reflektor und belichten Sie die Aufnahme etwas zu stark, damit das Gesicht immer noch optimal ausgeleuchtet ist. Kleine Überbelichtungen können nachträglich mittels Software reduziert werden.

4. Kontraste mit Schmuck oder Kleidung setzen

Dunkle Kleidung vor hellem Hintergrund und helle Kleidung vor dunklem Hintergrund. Eigentlich ganz einfach, nicht wahr? Wenn Sie sich an diese Regel halten, verleihen Sie Ihren Porträtaufnahmen einen Hauch Professionalität, ganz ohne weiteres Zutun. Gekonnte Akzente setzen Sie, wenn Sie z.B. die blaue Augenfarbe Ihres Models mit einem blauen Schmuckstein um den Hals oder als Ohrring verstärken. Als Hobby-Fotograf haben Sie vermutlich ein feines Gespür für Farben. Spielen Sie mit den unterschiedlichen Farbräumen und deren Abstufungen.

5. Kleinere Personen niemals aus der eigenen Größe/Höhe heraus fotografieren

Um kleinere Personen oder Kinder aus der gleichen Höhe zu fotografieren, gehen Sie in die Knie oder legen Sie sich, wenn nötig, auf den Boden. Die Perspektive ist bei der Porträtfotografie ein sehr wichtiger Faktor, um ein stimmungsvolles Ergebnis zu erzielen.

6. Seitlich und von hinten fotografieren

Ihr Model ist nicht nur von vorne ein schönes Motiv, sondern auch von der Seite und von hinten. Gerade als Profilbild für Instagram oder Facebook sind seitliche Aufnahmen nicht nur sehr beliebt, sondern vermitteln im kleinen Format gekonnt die Stimmung bzw. den Moment und unterstreichen zudem die Natürlichkeit. Ein „Schnappschuss“, auch wenn es gar keiner war.

7. Finger weg vom integrierten Blitz

Der integrierte Kamerablitz lässt die Haut des Models in der Regel blass und unnatürlich wirken. Das liegt zum einen daran, dass durch das verstärkte Aufhellen jegliche Konturen und Schatten in den Hintergrund treten oder gänzlich verschwinden. Zum anderen verliert die Aufnahme durch die zu starke Fokussierung an Tiefe. Nutzen Sie in Innenräumen stattdessen lieber eine große Fensterfläche als überdimensionale „Softbox“. Auch hier gilt: Das Model am besten seitlich bzw. im richtigen Winkel zum Fenster positionieren.

8. Hintergründe ins Porträt einbinden

Unifarben ist nicht gleich schön, ganz im Gegenteil. Einfarbige Hintergründe lassen ein Porträt häufig langweilig bzw. eintönig wirken. Weiße und schwarze Hintergründe ausgenommen, lenken Farben wie Gelb, Orange, Rot, Grün oder Blau vom Motiv ab und kreieren u.U. sogar eine vollkommen andere Stimmung, als der Gesichtsausdruck des Models widerspiegelt. Fotografieren Sie Personen draußen, im Fitness-Studio, am Arbeitsplatz etc. und achten Sie stets darauf, dass der Hintergrund die nötige Unschärfe besitzt und die Farben von Vorder- und Hintergrund harmonieren.

9. Makellosigkeit hat mit Porträtfotografie wenig zu tun

Warten Sie nicht auf den perfekten Moment. Fotografieren Sie die Situation. Ein Lachanfall des Models kann z.B. zu einer herrlichen und authentischen Aufnahme führen. Auch kleine Fältchen oder Narben können den gesamten Ausdruck des Models positiv „rahmen“. Oft sind es genau diese Bilder, die das Model und auch den Fotografen im Nachhinein an das Fotoshooting erinnern und schmunzeln lassen. Die Porträtfotografie beschränkt sich nicht auf das Ablichten von schönen Menschen, sondern zielt auf das Einfangen des jeweiligen Moments ab. Für das nicht professionelle Model steht die Erinnerung und das positiv Erlebte im Vordergrund, für den Fotografen das Einfangen und optimale Festhalten der Situation.

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